Dienstag, 15. November 2011

Eine Ode an die Freude

Oder: Nikidan fährt S-Bahn

Nun war es also ein unglaublich schöner tag auf meinem arbeitsplatz, ich habe 4 stunden am stück nur sachen vom papier in eine präsentation übertragen. tausend mal besser und angenehmer als irgendwelche schulen besuchen zu müssen.

wie dem auch sei, ich bin fertig mit allem, packe meine sachen und gehe nach hause.
ich trete vor die tür des gebäudes und sehe sofort, wie sich die lichter der umgebung mühelos in den seichten nebel in dieser dunkelheit verteilen.
es wehte mäßiger wind um meine ohren und ich spürte einzelne kleine tröpfchen, die durch den kalten, böigen wind wie geschosse auf mich einschlugen.

eine clevere präventivmaßnahme: kaputze!
lauf ich da also so wie ein gangster durch die gegend, und gucke zwei mal hinter jedes tor, welches zu meiner linken seite stets in ein neues grundstück überging. immer auf der spur nach diesem... gigantischen hund der mich eines tages beinahe auf den boden smackte und mich zu seiner bitch machte!
fast jedenfalls...
so kam es mir aber vor, als dieser hund sich aufstellte und ungefährt doppelt so hoch war wie der zaun, mich aus leibeskräften anbellend.

nach einigen minuten komme ich am bahnhof an und warte.. ich stehe am beleuchteten bahnhof und sehe in die richtung aus der ich den zug erwarte. ich sehe in ewige finsternis hinein.
plötzlich fängt etwas an zu summen.


BZZZZZZT -- KLACK-KLACK-KLACK
bling! leuchtete plötzlich das rote licht im ampelkasten orange auf...
so ein akt fürn licht...

naja, meine bahn kommt. ich steige, taktisch klug, hinten ein und vertiefe mich für die kurze fahrt in meinem buch.
angekommen. nun nur noch ein mal umsteigen, zwei stationen fahren und schon bin ich am ziel. ich stürze die treppe hinauf, da ich weiß dass meine bahn immer zeitig kommt und erwische die, sich schließende tür, noch im letzten moment. aus irgendeinem grund schaltete sich die zeitlupe ein und ich schrie. mit einer zeitlupen-tiefen stimme natürlich.
beinahe gleitend bewegte ich mich durch die luft, auf die tür zu. plötzlich! das rote licht in der tür strahlte mir wie ein flutlicht in die augen und signalisierte mir, dass sie den kampf gegen die zeit und gegen mich annahm.
beinahe engelsgleich passierte ich die schwelle zur bahn und war nun sicher in diesem stahkäfig gefangen. die tür schloss sich, die zeitlupe endete und alle anderen fahrgäste erhoben sich, sahen mich stolz an und fingen an zu applaudieren.. einige trugen mich auf ihren schultern durch die bahn und eh...

jedenfalls saß ich in dieser bahn, musste zwar nur zwei stationen fahren, holte aber dennoch mein buch heraus, da es mich so sehr gefesselt hat.
ich habe gefühlte zwei mal umgeblättert, als ich hinaus aus dem fenster sah und bemerkte, dass ich vollkommen nüchtern und wach wie ich war meine station verpasst habe. ich bin zu weit gefahren.
na super.
normalerweise hätte ich einen flunsch der extraklasse gezogen, aber ich habe mich relativ schnell damit abgefunden. nahm die nächste bahn zurück und stolzierte mit meinen schuhen nach hause.


nun sitze ich hier, tippe diesen blog und frage mich, wen das eigentlich interessiert. 
ich hab hunger!
cheers!

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